Kundenstimmen über unsere Misophonie-Therapie.

– Meine Erfahrung mit Hypnose –
Ich möchte euch heute etwas berichten, was ich durch unser erstes
Treffen, bzw. eine Woche später durch unserer Selbsthilfegruppe erlebt
habe.

Wir (3 Betroffene) haben uns getroffen um über unsere Probleme,
Krankheit, Macke wie auch immer wir es alle bezeichnen, zu reden und
auszutauschen. Frank aus berlin erzählte uns etwas über Hypnose. Das er
seine „Macke“ mit Hypnose los geworden ist.

Das interessierte uns natürlich sehr.

So kam heraus, dass Frank mittlerweile selbst als Therapeut tätig ist und er uns gerne helfen möchte.

Also gesagt getan. Eine Woche später vereinbarten wir einen Termin. Wir
unterhielten uns über die Hypnose und er bereitete mich darauf vor. Und
er wurde tätig. Ich muss dazu sagen, dass ich ein sehr skeptischer
Mensch in jeder Beziehung und Richtung bin. Zweifle einfach immer alles
an. Aber um dieses, mein Problem los zu werden, ist mir fast jedes
Mittel recht. Nichts unversucht lassen dachte ich mir.

Dabei kam heraus, dass es nicht der Hass auf die Geräusche ist, sondern
Angst vor den Geräuschen. Angst davor, was die Geräusche in meinem
Körper auslösen.

Ich war noch nie in Hypnose. Dachte nicht, dass bei mir Zweiflerin das
funktioniert. Er hatte es auch nicht einfach mit mir. In einer fremden
Umgebung, bei einem fremden Mann zu entspannen ist nicht einfach.

Hinterher war ich erledigt. Meine Beine waren wie Gummi. Ich wusste
alles was passiert war. War mir jeder Situation bewusst und habe
gedacht, tja das war es wohl nicht. Wie gesagt ich bin eine Zweiflerin.

Auch am nächsten Tag war ich unsicher. Ich hörte in mich rein. Versuchte
zu lokalisieren war nun los ist. Nach dem Mittag in der Firma war ich
total erledigt. Ich bin auch eher nach Hause, weil ich fix und fertig
war. Musste mich echt erst einmal hinlegen und habe geschlafen. Was sehr
ungewöhnlich ist.

Am Abend haben wir uns zu Hause über meine Empfindungen unterhalten. Ich
sagte zu meinem Mann, ich komme mir vor, als hätte jemand mit einem
Quirl in meinem Gehirn rum gerührt und jetzt muss sich erst wieder alles
finden. Das war ein echt komisches Gefühl.

In der Nacht war ich auch noch sehr aufgewühlt.

Nun aber über das Wochenende geht es mir viel viel besser. Wir waren im
Auto unterwegs und ich bin meinem Mann nicht an die Gurgel gegangen.

Ich habe verlangt, bevor wir los sind, dass er sich neben mich stellen
soll und was essen muss (seine Kaugeräusche sind vom feinsten). Wäre
vorher undenkbar gewesen. Dann musste es sich auf das Sofa legen und
dieses Reibegeräusch mit seinen Füßen machen, was mich sonst wirklich
100 % ig auf die Palme gebracht hat. Auch im Auto musste er all die
Geräusche machen, die ich sonst so gehasst habe. Er hat im Auto Bonbons
die er immer lutscht. Wenn wir früher unterwegs waren und er auch nur
seine Hand in die Richtung der Bonbons bewegt hat war ich stinksauer.
Auch die musste er lutschen.

Es hat mich fast nichts gestört. Es ist toll.

Mein Mann freut sich für mich und natürlich auch für sich, denn er hat sehr unter meiner Misophonie gelitten.

Es ist für mich sprichwörtlich ein Wunder. Seit vielen vielen Jahren
habe ich darunter gelitten und jetzt soll es vorbei sein?????

Frank würde jetzt mit mir schimpfen und sagen, Carmen es ist vorbei.

Na schauen wir mal und beobachten das ganze.

Ich werde euch auf dem laufenden halten und immer mal berichten.

Mein Fazit ist, dass ich euch das nur empfehlen kann. Ich bin froh und glücklich. Mein Schatz natürlich auch.

Liebe Grüße an alle.

Carmen
– Meine kleine Geschichte –

Gemeinsam kochen, Essen gehen, ein Picknick im Grünen – Aktivitäten die für Verliebte wunderschön seien sollten. Ich hingegen habe alles versucht um gemeinsame Mahlzeiten mit meinem Partner zu verhindern. Wie konnte es seien, dass allein der Gedanke an eine Einladung zum Essen Schweißausbrüche in mir hervorkommen lies.

Was war denn los mit mir? Wie konnte ich nur eine so starke Abneigung gegen den Mann entwickeln, den ich über alles liebte nur weil er in einen Apfel biss oder ein Glas Cola trank. Abneigung die sich nach und nach zu purem Hass entwickelte.

Lange Zeit konnte ich mir dies nicht eingestehen. Inzwischen gab es nahezu täglich Streit. Mein Partner konnte nicht verstehen warum wir räumlich getrennt von einander aßen. Wie sollte ich das erklären? Ich konnte nicht aussprechen, wie sehr mich seine Essgeräusche störten. Kauen, einen Bissen herunterschlucken, schmatzen usw.

Auf eine schlaflose Nacht folgte die Nächste. Mein Nervenkostüm wurde immer dünner und nicht nur meins. Meine Beziehung hing an einem seidenen Faden. Durch Recherche im Internet bekam meine Störung einen Namen „Misophonie“.

Endlich konnte ich gezielt nach Hilfe suchen.

Erfahrungsberichte von Betroffenen, von Menschen die mein Leiden teilten, halfen mir meine anfängliche Skepsis gegenüber Hypnoseverfahren abzulegen.
Ich hatte nichts zu verlieren und so nahm ich meinen Mut zusammen und Griff zum Telefon.

Lieber Frank,
du hast nicht nur meine Beziehung gerettet. Dank deiner Hilfe konnte ich mich meiner Krankheit stellen. Für meine Mitarbeit werde ich Tag für Tag belohnt. In zwei Monaten feiern mein Partner und ich unseren Jahrestag, der in diesem Jahr ein ganz besonderer wird. Ich werde meinen Partner mit einem Candlelight Dinner überraschen.

Danke in sensu, danke Frank, „ein Hoch auf uns“!

Franziska