Durch Hypnose wird ein hypnotischer Trancezustand hervorgerufen. Dieser Zustand ist weder mit einer Narkose, noch mit einem Schlafzustand vergleichbar. Hypnose ist eher der Empfindung ähnlich, welche abends beim Einschlafen oder morgens bei Aufwachen erlebt wird. Der Körper befindet sich in einer totalen Entspannung. Durch die Hypnose wird eine neuronale Entspannung herbeigeführt, die heilsam für den gesamten Organismus ist. Wird sich einer Hypnosetherapie unterzogen, sorgt der Hypnotiseur dafür, dass dieser Zustand vertieft und stabil gehalten wird. Je nach Tiefe des Trancezustandes wird das Bewusstsein mehr oder weniger eingeschränkt oder sogar ganz ausgeschaltet. Es ergibt sich ein Zustand der Entspannung. Die Umwelt rückt in den Hintergrund. Auch das Zeitgefühl ist nicht mehr vorhanden. Das Unterbewusstsein ist dabei sehr klar und aktiv, wodurch sich eine Reaktion auf Suggestionen ergibt. Dadurch ist das Unterbewusstsein bereit, Probleme und grundsätzliche Verhaltensmuster positiv zu verändern.
Beim ersten Termin mit dem Hypnotiseur findet in der Regel ein Vorgespräch statt. In diesem Gespräch wird das Anliegen des Klienten genau besprochen und eine Vertrauensbasis geschaffen. Um die Entspannungsfähigkeit des Klienten zu testen, werden anschließend eventuell einige kleine Tests durchgeführt. Anhand der Ergebnisse entscheidet der Hypnotiseur, welche Induktion/Einleitung der Hypnose die Passende ist. In der darauffolgenden Sitzung wird die Hypnose durchgeführt. Mit der festgelegten Technik leitet der Hypnotiseur den Trancezustand ein und vertieft diesen mit weiteren Techniken, wodurch die gewünschte Trancetiefe erreicht wird. Ist dieser Punkt erreicht, kann zum Unterbewusstsein Kontakt aufgenommen und das Problem bearbeitet werden. Die positiven Resultate werden durch Suggestion verstärkt und im Unterbewusstsein verankert. Anschließend erfolgt die Ausleitung des Klienten aus dem Trancezustand.
Selbst erfahrene Anwender sind immer wieder von der Wirkung der Hypnose erstaunt. Allerdings sollte immer bedacht werden, dass es sich dabei nicht um Zauberei handelt und nicht erwartet werden kann, dass jahrelang manifestierte Probleme mit einem Fingerschnippen des Hypnotiseurs plötzlich nicht mehr da sind. Hypnose ist ein Prozess, der auf fundiertem Handwerk beruht. Genutzt wird dafür die Kooperation zwischen Klient und Hypnotiseur, um den Prozess einleiten zu können. Wichtig ist die Bereitschaft des Klienten, sich auf die Hypnose einzulassen. Durch die Hypnose können im Unterbewusstsein effektiv neue Verhaltensweisen und Verhaltensmuster verankert werden. Die Verhaltensweisen des Menschen werden zu ca. 90 bis 95 Prozent durch das Unterbewusstsein gesteuert. Daher ist es tatsächlich möglich, durch eine einzige Hypnosesitzung weitreichende Veränderungen herbeizuführen. Je nachdem, wie komplex sich das Problem gestaltet, benötigt das Unterbewusstsein deutlich länger für die Umstellung. Bei den angewandten Hypnosetechniken geht es nicht darum, mit Gewalt eine Veränderung herbeizuführen. Vielmehr wird das Unterbewusstsein auf sanfte Weise in eine neue Balance gebracht, und das dauerhaft.
Durch die Hypnose wird der Körper und Geist in einen Entspannungszustand versetzt, sodass gewünschte Veränderungen durch Suggestion herbeigeführt werden können. Die Impulse werden im Unterbewusstsein platziert und verankert. Der entscheidende Vorteil beruht darauf, dass vorhandene Filter im Alltagsbewusstsein umgangen werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, eine sogenannte „Neuprogrammierung“ im Unterbewusstsein vorzunehmen, während der Klient den Zustand der Entspannung genießen kann.
Ja, zu jeder Zeit hat der Klient die Kontrolle über seinen Körper und Geist. Da die hypnotisierte Person während der Hypnose hellwach ist, kann sie jederzeit selbst bestimmen, ob und zu welchem Zeitpunkt der Entspannungszustand beendet werden soll. Das Unterbewusstsein verfügt über einen Schutzmechanismus, der auch im hypnotischen Zustand funktioniert. Die falschen Darstellungen von Hypnose und Showhypnosen suggestieren leider ein völlig falsches Bild. Daher wird oftmals angenommen, dass der Hypnotiseur die Kontrolle über den Hypnotisierten hat. Dieses ist aber falsch! Während der Hypnose werden keine Geheimnisse verraten, die nicht preisgegeben werden möchten. Genauso wenig werden vom Hypnotisierten Dinge gemacht, die mit seinen Moralvorstellungen nicht vereinbar sind. Denn Hypnose ist weder eine Bewusstlosigkeit, noch eine Ohnmacht. Im Trancezustand fühlt man sich präsent und jedes Wort wird konzentriert aufgenommen. Es können keine Dinge abverlangt werden, mit denen man nicht einverstanden ist. Die Veränderungen im Unterbewusstsein, die vorgenommen werden, müssen dem eigenen Willen entsprechen. Grundsätzlich beruht Hypnose auf Kooperation und Teamarbeit.
Im Grunde genommen ist jeder Mensch mit einem gesunden Geist hypnotisierbar. Wichtig ist, dass er eine ordentliche Vorbereitung erhält und sich auf die Hypnose einlassen möchte. Den Trancezustand wie bei einer Hypnose erlebt jeder Mensch jeden Tag zweimal – nämlich kurz bevor er einschläft oder aufwacht.
Der Zustand der Trance wird von Klienten als sehr tiefer, angenehmer Entspannungszustand beschrieben. Mitunter stellt sich ein Gefühl von Leichtigkeit oder angenehmer Schwere ein. Häufig ist das Zeitempfinden komplett verändert oder gar nicht mehr vorhanden. Die Hypnose hat auch Auswirkungen auf den Körper. Durch die tiefe Entspannung können sich der Herzschlag, der Blutfluss, die Hauttemperatur und die Sauerstoffaufnahme verändern, wodurch sich eine harmonische Wirkung einstellt, die als sehr positiv empfunden wird. Während diesem entspannten Zustand ist das Unterbewusstsein sehr aktiv, sodass weitreichende Veränderungen eingeleitet werden können, die nach der Ausleitung das Verhalten beeinflussen.
Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Positive oder negative Erlebnisse werden im Gehirn abgespeichert. Durch eine Hypnose können diese Erlebnisse neu definiert werden. Dieses bedeutet, dass die abgespeicherten Informationen durch Suggestion positiv überschieben und verankert bzw. abgespeichert werden. Wird die hypnotisierte Person nach dem Trancezustand erneut beeinflusst, können die in der Hypnose gesetzten Anker wieder überschrieben werden.
Eine Hypnose ist nicht mit Schlaf gleichzusetzen, da der Körper und Geist lediglich in einen Trancezustand versetzt werden. Die meiste Zeit der Hypnose ist man sich sehr bewusst, was um einen herum passiert. Selbst wenn der Hypnotiseur keine Ausleitung vornimmt, erlangt der Hypnotisierte nach einiger Zeit seinen normalen Bewusstseinszustand zurück. Es sind keine Fälle bekannt, wo ein Mensch aus der Hypnose nicht zurückgeführt worden ist.
Nach einer Hypnosesitzung fühlt man sich ausgeruht, entspannt und voller Energie, sodass direkt wieder durchgestartet werden kann. Allerdings sollte man sich etwas Zeit gönnen, um das Erlebte noch sacken zu lassen.